Projektkurs „Ski und Schöpfung?“ in Mallnitz

Eine besondere Woche liegt hinter uns: Der Projektkurs „Ski und Schöpfung?“, geleitet von Thomas Süßenbach und Cathrine Morlok und krankheitsbedingt unterstützt von Sönke Lenz, verbrachte sieben intensive Tage in Mallnitz in Kärnten.
Unter dem Leitthema „Ski und Schöpfung? – Über das Skierlebnis zur Selbstwirksamkeit und über das Naturerlebnis zum Naturschutz“ verbanden wir sportliche Praxis mit Projektarbeit, Persönlichkeitsentwicklung und bewusstem Naturerleben.

Die ersten vier Tage fuhren wir im Skigebiet Ankogel, die letzten beiden am Mölltaler Gletscher. Es gab eine Anfänger- und eine Fortgeschrittenengruppe, und beide entwickelten sich beeindruckend weiter. Besonders die Anfänger wuchsen über sich hinaus: Ab dem dritten Tag fuhren sie erstmals eine rote Piste und stellten sich dieser neuen Herausforderung mit großem Mut.

In Projektgruppen setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit Themen wie Gruppendynamik und Teambuilding, Flow-Erleben und mentaler Leistungsfähigkeit, dem Zusammenhang von Glaube und Nachhaltigkeit im Wintersport, mentaler Erholung, „Anfänger lehren Anfänger“ sowie Wohlstand und Wintersport auseinander. Theorie und Praxis griffen dabei eng ineinander: Mentale Strategien wurden nicht nur besprochen, sondern auf der Piste angewendet; Teamprozesse nicht nur analysiert, sondern täglich erlebt.

Impulse in Form von kurzen Andachten und Achtsamkeitsübungen schufen bewusste Momente des Innehaltens inmitten der winterlichen Berglandschaft. Wahrnehmung, Dankbarkeit und die Verantwortung für die Schöpfung wurden so konkret erfahrbar.

Im Laufe der Woche war eine deutliche Entwicklung des emotionalen, sozialen und physischen Selbstkonzepts zu beobachten. Stolz auf das Erreichte, gegenseitige Unterstützung und neu gewonnenes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten prägten die Gruppe. Die Fahrt nach Mallnitz war damit weit mehr als eine sportliche Erfahrung – sie wurde zu einem nachhaltigen Lern- und Entwicklungsraum, der sicher noch lange nachwirkt.