Auch in diesem Jahr machten sich unsere 10. Klassen auf den Weg nach Buchenwald. Die dreitägige Gedenkstättenfahrt ist fest mit dem Fach „Wir sind Europa“ verbunden und bildet einen wichtigen Bestandteil des Unterrichts.
Dabei folgt das Fach einem Dreischritt: Zunächst beschäftigen sich die Schüler unter dem Leitgedanken „Europa aus den Trümmern erstanden“ mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs. Daran schließen sich die europäische Integration nach 1945 und schließlich die Frage nach der Zukunft der Europäischen Union an. Der Besuch der Gedenkstätte Buchenwald macht dabei deutlich, vor welchem historischen Hintergrund das europäische Friedens- und Einigungsprojekt entstanden ist.
Während der drei Tage setzten sich die Schüler intensiv mit der Geschichte des Konzentrationslagers auseinander. Rundgänge über das Gelände, die Beschäftigung mit einzelnen Biografien und zahlreiche historische Zeugnisse vermittelten viele eindrückliche Einblicke. Einen besonderen regionalen Bezug bot die Geschichte von Walter Krämer aus Siegen, dessen Schicksal auch die Verbindung zwischen der Geschichte Buchenwalds und unserer unmittelbaren Heimat deutlich macht.
Neben historischen Fakten standen immer wieder persönliche Geschichten und die Frage im Mittelpunkt, was Erinnerung für unsere Gegenwart bedeutet. Die Fahrt bot damit nicht nur Gelegenheit, Geschichte an einem authentischen Ort kennenzulernen, sondern bildete zugleich den Ausgangspunkt für die weitere Beschäftigung mit Europa: Wie konnte aus einem von Krieg, Verfolgung und Zerstörung geprägten Kontinent ein gemeinsames Friedensprojekt entstehen? Und welche Verantwortung ergibt sich daraus für die Zukunft Europas?
Mit vielen Eindrücken und neuen Fragen kehrten unsere 10. Klassen nach Siegen zurück. Die Erfahrungen aus Buchenwald werden sie im weiteren Unterricht im Fach „Wir sind Europa“ begleiten.


