Studientag zur Leseförderung am evau

Wie steht es um die Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen? Und wie kann Schule darauf reagieren? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Kollegium des evau bei einem Studientag zur Leseförderung.

Zu Gast war Prof. Dr. Jana Mikota von der Universität Siegen, eine ausgewiesene Expertin für Kinder- und Jugendliteratur. In ihrem Vortrag machte sie deutlich, dass die Lesekompetenz in den vergangenen Jahren spürbar abgenommen hat. Diese Entwicklung zeige sich nicht nur an Schulen, sondern inzwischen auch an Universitäten. Ein pauschaler Vorwurf an Kinder und Jugendliche helfe jedoch nicht weiter. Stattdessen müsse Schule die veränderten Bedingungen ernst nehmen und passende Antworten entwickeln.

Im Mittelpunkt stand dabei auch der Umgang mit digitalen Medien. Analoges Lesen bietet klare Vorteile, etwa für Konzentration und Textverständnis. Gleichzeitig gehört digitales Lesen längst zur Lebenswirklichkeit der Schüler und muss deshalb ebenfalls gezielt vermittelt werden. Jana Mikota beschrieb analoges und digitales Lesen als zwei unterschiedliche Formen des Lesens, die jeweils eigene Kompetenzen erfordern.

Besonders deutlich wurde die gesellschaftliche Bedeutung des Themas: Lesekompetenz sei eine Voraussetzung dafür, politische Aussagen zu verstehen, Informationen einzuordnen und auch Botschaften zwischen den Zeilen zu erkennen. Damit ist Leseförderung nicht nur eine schulische Aufgabe, sondern auch ein Beitrag zur Stärkung der Demokratie.

Im Anschluss arbeiteten die Kollegen in verschiedenen Workshops weiter. Ergebnisse waren unter anderem eine gemeinsame Überarbeitung des Medienkonzepts und eine stärker koordinierte Förderung der Lesekompetenz am evau.

Organisiert wurde der Studientag von Levia Murrenhoff, David Stieber und dem beteiligten Team.