20. Mai 2026, 8.00 – 12.30 Uhr
Bildung für nachhaltige Entwicklung geschieht am Evau nun bereits seit über 10 Jahren – in den Projektkursen. Unserem Leitbild als evangelischem Gymnasium verpflichtet sind die Projektkurse verbunden mit den biblischen und ökumenischen Themen Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Die Frage, in welche Richtung und Zukunft unsere Gesellschaft und Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft sich bewegen, ist die entscheidende Frage für unsere Schülerinnen und Schüler – und sie ist nicht ohne Ethik und Spiritualität zu denken. Jedes Jahr gibt es für die Jahrgangsstufe der Q1 ein attraktives Kursangebot im Spannungsfeld gesellschaftlicher und ethisch relevanter Fragestellungen. Hier können sie sich eigene Projekte vornehmen und verfolgen – und erhalten dafür auch zwei Wochen Zeit für Praktika oder selbstständige Projekte.
Folgende Kurse laden zu Workshops und Aktionen, Filmen und Vorträgen, Ausstellungen und Präsentationen ein:
Der Kurs Deutsch-Philosophie unter der Leitung von Frau Murrenhoff und Frau Homrighausen hat sich mit dem Thema „Theater der Unterdrückten“ Soziale Ungerechtigkeit sichtbar machen beschäftigt. Wie kann Theater helfen, soziale Ungerechtigkeit sichtbar zu machen – und vielleicht sogar zu verändern? Dabei hat sich der Kurs auf eine kreative und kritische Spurensuche begeben: Wo begegnet uns soziale Ungleichheit im Alltag? Welche Formen von Diskriminierung, Ausgrenzung oder Machtmissbrauch erleben Menschen – und wie können wir diese Erfahrungen auf die Bühne bringen? Am Projektpräsentationstag wird eine Werksschau des momentanen Standes eines selbst geschriebenen Theaterstücks gezeigt und in einem Nachgespräch mit dem Publikum besprochen.
Der Kurs Englisch-Philosophie unter der Leitung von Herrn Gerding und Herrn Piltz mit dem Titel Man-Machine – living on the edge of the future hat Zukunftsbilder eines biotechnologischen „Mischwesens“ in Science Fiction-Literatur, -Film und -Game unter die Lupe genommen. Mit welchen Herausforderungen bekommen wir es zu tun – moralisch-ethischer, anthropologischer und auch literaturwissenschaftlicher Art? Der Kurs hat sich die brisante und hochaktuelle Frage gestellt: Was passiert, wenn Menschen den rasanten technologischen und medizinischen Fortschritt nutzen, um immer tiefer greifende Modifikationen am und im Körper vorzunehmen, immer gesünder, leistungsstärker, schöner, schneller, sportlicher – womöglich unsterblicher (?) zu werden?? Man darf gespannt sein auf die unterschiedlichen Aspekte, die dieser Kurs vorstellen wird.
Der Kurs Sozialwissenschaften-Religion unter der Leitung von Frau Lamm und Herrn Schulte mit dem Thema „Menschsein kennt keine Grenzen – Flucht, Migration und Integration zwischen Politik und Nächstenliebe“ fragt danach, wie christliche Nächstenliebe und politische Verantwortung im Umgang mit Geflüchteten zusammenwirken – oder auch kollidieren.Aus der Auseinandersetzung mit den Fragen „Was bedeutet es, alles hinter sich zu lassen? Was braucht ein Mensch, um wirklich anzukommen? Und wie kann unsere Gesellschaft so gestaltet werden, dass alle mit Würde leben können?“ und der gemeinsamen Exkursion nach Berlin sind interessante Bei- und Vorträge entstanden.
Der Kurs Englisch–Sozialwissenschaften-Geschichte unter der Leitung von Frau Henninger und Herrn Wittenburg hat sich unter dem Thema Auch WIR sind EUropa!, aufbauend auf dem Fach „Wir sind EUropa“, mit den Regionen Skandinavien und Baltikum beschäftigt, um ein tieferes Verständnis für die Vielfalt und Besonderheiten der Regionen zu entwickeln – auch im historischen und politischen Kontexts eines langfristig starken, friedlichen Europas. Die Akteur*innen dieses Kurses laden ein, von ihren Erfahrungen aus dem Kurs und der gemeinsamen Fahrt nach Riga zu berichten.
Der Kurs Sport-Religion unter der Leitung von Frau Morlok und Herrn Süßenbach hat sich mit dem Thema Ski und Schöpfung? – Über das Skierlebnis zur Selbsterfahrung und über das Naturerlebnis zum Naturschutz. beschäftigt und das Spannungsfeld zwischen Klimawandel und Bergtourismus, sowie die Themen Selbsterfahrung und Sozialkompetenz sowohl theoretisch als auch praktisch, im Rahmen einer gemeinsamen Ski-Fahrt – in den Blick genommen und stellt die dabei gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse vor.
Herzliche Einladung an alle – Schüler*innen wie Lehrkräfte, Eltern und Interessierte – an diesem Tag teilzunehmen!
Der jeweilige Raum im Evau und die Zeiten der Präsentationen sind durch Anklicken der Kurstitel zu finden!




