Schüler*innen des Liceo Scientifico Statale T. Gullace Talotta aus Rom und 29 Schüler*innen der 10c des evau haben sich im Kontext des Projekts „Wir sind Europa“ in der »Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar« über ihr Verständnis zum Thema „Europe under pressure“ in verschiedenen Workshops austauschen können.
Die Freiheiten und Rechte, die etwa das Grundgesetz und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte garantieren bzw. festschreiben, sind keineswegs selbstverständlich. Die aktuellen Herausforderungen für die Demokratie sind gewaltig. Welche Schlüsse kann man vor diesem Hintergrund für die derzeitigen Herausforderungen ziehen, wenn man sich mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt? Die Stadt Weimar ist wie ein Brennglas deutscher und europäischer Geschichte. An kaum einem anderen Ort ist insbesondere die wechselhafte Vergangenheit des 20. Jahrhunderts nachzuvollziehen: Die Verfassung der Weimarer Republik wurde hier erarbeitet, das Bauhaus brachte neue Ideen auch für das gesellschaftliche Leben und wurde letztlich vertrieben. Die Gegner der jungen Demokratie feierten früh Erfolge und die Nationalsozialisten um Fritz Sauckel machten aus Thüringen ab 1933 einen »Mustergau« mit Weimar als »Gauhauptstadt« und dem Konzentrationslager Buchenwald als Zentrale des Terrors.
Durch interkulturelles Lernen und non-formale Bildungsformate wie Workshops, Exkursionen und Kreativarbeit lernten sich die Jugendlichen untereinander kennen und haben Freundschaften geschlossen.
